„Start me up“ – Song für den Jahreswechsel

Mit Dir möchte ich immer Silvester feiern!

Von Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche


Max Raabe und Palast Orchester, Congress Centrum Heidenheim, 2016
[von Markus Brandhuber; via wikimedia commons]

„Also, eins ist mal klar – das war ein tolles Jahr!“ So beginnt der Silvesterkracher von Max Raabe zu dem ich meinen Mann schon so einige Male, und nicht nur an Silvester, übers Parkett geschoben habe. Und so soll dies denn auch der letzte Song in dieser kleinen Reihe von „Start me up“ – Songs zum Jahresthema sein. Mit seinem wehmütigen, bombastischen Schwung setzt er auch den Schlussakkord unter dieses Blog (Wer könnte das auch stilvoller als Max Raabe?), denn „Und siehe: Morgen war alles gut.“ ist nun Vergangenheit – nachdem es zwei Jahre lang gleichzeitig Zukunft und Gegenwart gewesen ist.

Und ja, es war ein tolles Jahr und es bleibt viel, das wir mitnehmen können aus der Beschäftigung mit dem Jahresthema 2018/19: Gedanken, Ideen, Projekte, Bilder und Perspektiven. Deshalb noch einmal an dieser Stelle: Herzlichen Dank an alle, die sich eingebracht und ihre Gedanken, Ideen, Projekte, Bilder und Perspektiven hier mit uns geteilt haben!!

Das neue Jahresthema steht schon in den Startlöchern. Auch hierzu wird es wieder ein Blog geben, das Menschen und Ideen, Konkretes und Ersponnenes miteinander verbindet – in der Nordkirche und darüber hinaus. „Mut wächst“ heißt es in 2020 und 2021 in der Frauenarbeit der Nordkirche und wir sind schon sehr gespannt, was da alles wachsen wird.

Und nun also „Bühne frei!“ für Max Raabe und das Palast Orchester, für einen letzten langen Blick auf das, was hinter uns liegt und eine weite Aussicht auf das, was da kommt. Ein frohes neues Jahr!

Silvester
[von Gerhard Gellinger; via Pixabay]

Mit Dir möchte ich immer Silvester feiern“ von Max Raabe

Also, eins ist mal klar – das war ein tolles Jahr. Manches lief anders als gedacht. Das kümmert mich nicht heute Nacht.

Wir sind immer noch schön. Was morgen ist, wird man sehen. Ein Stern fällt am Fenster vorbei. Einen Wunsch hab ich jetzt frei.

Refrain: Mit dir möchte ich immer Silvester feiern. Mit dir fängt alles gut an. Mit dir könnt ich glatt den Vatikan erneuern. Mit dir ruf ich meine Mama an. Mit dir bekomm ich nochmal einen Preis verliehen. Mit dir krieg ich alles hin.

Oft merkt man erst am Ziel – das ist es nicht, was ich will. Und manchmal, wenn man nicht dran denkt, bekommt man es geschenkt.

Fehler sind zu verzeihen. Sonst bleibt man allein. Ein Stern fällt am Fenster vorbei. Einen Wunsch hab ich jetzt frei.

Refrain [2x]

© Max Raabe/ Annette Humpe, „Küssen kann man nicht alleine“, 2011

Und hier geht’s zum Song: Max Raabe – Mit Dir möchte ich immer Silvester feiern

Leite mich auf einem Weg, der bleibt.

Galerie

Im Seminar „Natur und Spiritualität“ im September auf der Wasserburg Turow beschäftigte sich eine Frauengruppe intensiv mit dem Psalm 139. Das Besprochene und Gehörte vertieften wir für uns in einer kreativen Umsetzung. Hier gibt es eine kleine Anleitung zum Nachmachen. Weiterlesen

Schätze zum dritten Oktober

Der Tag der deutschen Einheit wurde in Kiel groß gefeiert. Auch wir waren beim Bürger*innenfest mit dabei und haben Schätze aus unserer Arbeit – aus unserer Geschichte und den verschiedenen Regionen der Nordkirche – aus Ost und West gezeigt.

Alles ist aufgebaut und bereit für Besucher*innen

Wir hatten unser Jahresthema im Gepäck, auch wenn uns leider die Puzzlewand gefehlt hat, aber diese Idee nimmt vielleicht ein andermal Fahrt auf.

Wer es wagte am Glücksrad zu drehen konnte Schätze aus unserer Arbeit gewinnen oder sein Wissen erweitern. Wisst ihr zum Beispiel ob Frauenfußball in Deutschland schon immer erlaubt war* oder wie viele nicht männliche Gottesnamen/bezeichnungen kennt ihr?

Es waren zwei bunte Tage, wir sind mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen und könnten ganz verschiedenen Einblicke in die Frauenarbeit in der Nordkirche geben.


* Der Deutsche Fußball Bund (DFB) verbot von 1955 bis 1970 Frauenfußball. Der Bundestag des DFB stellt am 30. Juli 1955 in Berlin fest: „Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand.“ Erst als die Fußballerinnen Ende der 60er Jahre die Gründung eines eigenen Dachverbandes erwägen, lenkt der DFB ein. Am 31. Oktober 1970 wird das Verbot wieder aufgehoben
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung, „Die graue Spielzeit. Frauenfußball in der Verbotszeit“

Und siehe: Da waren mehr.

Galerie

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Mit dem Jahresthema unterwegs sein heißt: an-ecken. Mit sperrigen Formulierungen ein neuer Blick auf Vergangenheit und Zukunft. Im Gepäck, Ideen die Welt zum Guten zu gestalten und dabei lauter Fragen. Für was sind wir eigentlich verantwortlich? Für was wollen wir … Weiterlesen

Leporello Segen

BIRGITT WULFF-PFEIFER · Ev. Frauenwerk Hamburg-West/Südholstein

Und siehe
Ich stehe vor dir Gott und empfange
deinen Segen

Arme neben dem Körper offen

Fest verwurzelt stehe ich auf der Erde

Arme nach unten richten

Ich strecke mich dir entgegen, richte mich auf

Arme nach oben strecke

Öffne mich, erfülle mich, segne mich

Arme vor dem Körper zur Schale

Und siehe
Heute, morgen
War alles gut!
Amen.

Leporello September

CHANTAL SCHIERBECKER
Frauenwerk Altholstein

UND SIEHE:

Gott, du öffnest mir den Raum.
Hier ist viel Platz für meine Ideen und Gedanken.

UND SIEHE:

Ich bin ich und nehme meine Bedürfnisse ernst.
Und darüber hinaus will ich meinen Blick weiten und in die Welt richten.

UND SIEHE:

Ich bin eingeladen, mich auf den Weg zu machen.
Ich bin dabei und Teil einer weltweiten Gemeinschaft von Frauen

UND SIEHE:

Lasse ich mich fragen von der göttlichen Kraft:
Begegnen wir einander mit einem freundschaftlichen Blick?
Wie kann ich mich einbringen, um Solidarität unter Frauen zu stärken

UND SIEHE, MORGEN WAR ALLES GUT

Wenn ich heute meinen Teil einbringe, weiß ich, dass morgen das
Leben für Frauen besser ist. Gott, wann kann ich endgültig sagen:
Morgen war und ist alles gut?