Leporello März

Eva-Maria Schmitz

Ev. Frauenwerk Hamburg-West/Südholstein

Jeden ersten Freitag im März fliegen die Gebete um die Welt
– Weltgebetstag –
UND der wird weltweit gefeiert!
Jedes Jahr kann ich in ein anderes Land eintauchen.
SIEHE, was die Frauen von ihrem Leben berichten.
„Gottes Schöpfung ist sehr gut“ hieß es 2018 aus Surinam. Ein Land, das die Schönheit der Schöpfung zeigt, vom Regenwald bis zur Küste.

Die Frauen, die die Weltgebetstagsordnung schrieben, zeigten uns die Vielfalt der Kulturen und Völker ihres Landes. Alle leben in Frieden miteinander.

Die Frauen aus Slowenien betonen, dass Platz ist für alle – „Kommt, alles ist bereit“ ist der Titel der Ordnung für 2019. Ich finde es immer wieder spannend, mich zu informieren. Bei der Vorbereitung lese ich viel über das jeweilige Land. Die Gebete, Lieder und der Bibeltext der  Gottesdienstordnung bekommen dann für mich einen Hintergrund.

Ich finde es immer wieder spannend, mich in die Gebetsgemeinschaft hinein zu begeben – in weltweiter Verbundenheit – und in ökumenischer Verbundenheit vor Ort.

Da wird für mich erfahrbar:

MORGEN WAR ALLES GUT.

Denn ich kann heute schon tun, was ich mir für morgen wünsche: gemeinsam beten und handeln über konfessionelle und Landesgrenzen hinweg.


Ritual zur Stärkung auf den Weg

Von Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche

Licht und Blüte I
Aus zerplatzten Butterbrottüten, einer Lichterkette und einer großen Glasschale entsteht während der Andacht diese Lichtinstallation.
Licht und Blüte II
[Fotos: Franziska Pätzold]

Auf der letzten Frauendelegiertenkonferenz der Nordkirche am ersten Februarwochenende in Ratzeburg feierten wir eine Andacht mit einem „Ritual zur Stärkung auf den Weg“. Wir stärkten uns und ließen uns stärken für die gemeinsame Arbeit in der Konferenz und gaben den Frauen im Vorstand und im Beirat des Frauenwerks für ihre Aufgaben und die Herausforderungen der kommenden fünf Jahren Zeichen und Segen mit auf den Weg.

Für alle Interessierten gibt es den Ablauf der Andacht inkl. Ritual und die Predigt-Performance 🙂 zum Herunterladen hier:

Inspiriert sind sowohl Ablauf als auch Predigt durch folgenden Entwurf von Fritz Baltruweit, Birgit Mattausch und Annette Lapp: MITDIR! Gottesdienstentwurf zur Einführung der Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher im Juni 2018, Michaeliskloster, Hildesheim.

Übung zur Gewaltfreien Kommunikation

Von Irene Pabst, Frauenwerk der Nordkirche

GEWALTFREIE KOMMUNIKATION
Andreas Bohnenstengel [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)]

Diese Übung ist in Anlehnung an eine Übung von Miki Kashtan formuliert, die ich in einem Seminar mit Simran K. Wester [Hamburger Institut für Gewaltfreie Kommunikation] kennengelernt habe.

Anleitung zur Übung:

  • Schreibe ein Urteil auf, das Du über eine Person oder eine Gruppe von Personen hast. Erinnere Dich an eine Situation, in der ein Mensch oder mehrere Menschen etwas gesagt oder getan haben, das dieses Urteil in Dir hervorgerufen hat.
  • Frage Dich, was Du an der/ den anderen Person/en verurteilst, das Du Dir selbst nicht erlaubst. Welche Deiner Bedürfnisse sind betroffen und sind nicht erfüllt?
  • Verbinde Dich mit dem oder den Bedürfnissen, die Du gefunden hast. Spüre in Dich hinein, wie es sich anfühlt, wenn sie nicht erfüllt sind. Führe Dir vor Augen, wie wichtig sie Dir sind. Und spüre anschließend in Dich hinein, wie es sich anfühlt, wenn sie erfüllt sind.
  • Richte Deine Aufmerksamkeit wieder auf Dein „Feindbild“. Rufe Dir in Erinnerung, welche Bedürfnisse sich dieser Mensch vermutlich erfüllt, wenn er/ sie sich so verhält.
  • Spüre in Dich hinein, ob es möglich wird, Mitgefühl zu empfinden und Dein Urteil aufzulösen. Wenn nicht, frage Dich selbst, welches Bedürfnis Du Dir erfüllst, wenn Du an Deinem Urteil festhältst und erkunde es.
  • Formuliere eine Bitte an Dich selbst oder an die Person/en, die Du verurteilt hast.
  • Schenke zum Abschluss noch einen Augenblick Deinen Gefühlen Aufmerksamkeit. Welche Gefühle sind am Ende dieses Prozesses in Dir lebendig?

Siehe hierzu auch unter IMPULSE: Feindbilder verwandeln mit Hilfe der Gewaltfreien Kommunikation.

Leporello Februar

Claudia Niklas Reeps

Ev. Frauenwerk Schleswig-Flensburg

Julia Lersch

Frauenwerk der Nordkirche

UND SIEHE

Licht unseres Glaubens. In der dunklen Jahreszeit brauchen wir – und brauchten wir auch früher schon – ein künstliches Licht, um die kurze Zeit der Helligkeit ein wenig zu verlängern. Es gibt eine Zeit im Jahr, wo diesem Licht eine besondere Bedeutung zugesprochen wird – das Fest Lichtmess.

MORGEN

Lichtmess wird am 2. Februar, 40 Tage nach Weihnachten, gefeiert. Kerzen spielen dabei eine große Rolle. In früheren Zeiten wurden an diesem Tag alle Kerzen geweiht, die für das kommende Jahr in der Kirche und im Haus benötigt wurden. Die dunkelste Zeit des Jahres um den 21. Dezember liegt bereits hinter uns. Langsam beginnt zartes Leben sich wieder von Neuem zu zeigen. Aber bis zum Frühling ist es noch lange hin.

WAR ALLES GUT

In der Bibel ist zu lesen, dass an diesem Tag Jesus zum Tempel gebracht wurde. Hannah und Simeon erkennen, dass Jesus kein gewöhnliches Kind ist, sondern dass sie den Erlöser Israels, das Licht der Welt vor sich haben.