Und siehe: Morgen war alles gut

Einführung in das Jahresthema der Frauenarbeit in der Nordkirche 2018/2019

Von Flora Mennicken, Frauenwerk der Nordkirche

In einem kreativen Prozess mit den Kolleginnen aus den Kirchenkreisen und der Landeskirche ist das Jahresthema für die Frauenarbeit in der Nordkirche 2018/2019 entstanden:

Und siehe: Morgen war alles gut.

Wir tragen zusammen, was uns und die Welt bewegt, und verbinden dies mit unserer biblischen Tradition. Nach dem großen Reformationsjubiläum 2017 wirken die vielen beeindruckenden Frauen aus der Wander- Ausstellung „… von gar nicht abschätzbarer Bedeutung“ noch in uns nach. Sie bestärken uns darin, den Herausforderungen in unserer Zeit zu begegnen, aktiv zu werden über Grenzen hinweg, Verantwortung zu übernehmen. Wenn möglich, eine Stimme gegen Verzweiflung und Pessimismus zu sein.

So sagte es auch Ada Ehmler:„Ich will versuchen das Heute so zu gestalten, dass ich auch morgen noch damit leben kann.“ Mit diesen Worten im Hinterkopf sind wir losgegangen, waren kreativ und künstlerisch unterwegs. Verspielt und ernst auf der Suche nach dem speziellen Etwas. Uns war klar: Jetzt ist die Zeit, etwas zu tun! Care-Krise, Klimawandel, Armut und soziale Ungerechtigkeit, Selbstbestimmung – so viele Themen liegen vor uns. Ein Blick also in eine Zukunft voller Probleme? Unser Blick geht auch zu den Ideen, Träumen, Wünsche und Lösungen.

„Alles gut“ – Eine Verheißung, die kommt, aber auch schon ist. Die uns jetzt die Kraft gibt, wirksam zu werden.

„Alles gut“- -Eine Zusage, die zeigt, dass wir manches erst im Nachhinein erkennen.

„Alles gut“ – Eine Aufforderung, die dazu bewegt, uns und unseren Lebensstil kritisch zu hinterfragen. Herauszufinden, was ein gutes Leben im globalen Kontext heißen kann, und loszulegen.

Es ist alles andere als einfach, Zukunft zu gestalten und im Hier und Jetzt anzusetzen. Es ist eben nicht alles glatt. So stößt auch „unsere“ Formulierung an, macht nachdenklich und stößt zum Weiterdenken an.

Zwei Jahre wird das Jahresthema uns begleiten. Wir sind gespannt, was alles damit passiert. Schon jetzt gibt es ein Puzzle, Plakate und Postkarten, um das Thema ins Gespräch zu bringen. Auch ein Leporello mit neuen Impulsen für jeden Monat des Jahres, Liedtexten und einem Segen zusammengetragen von vielfältigen Frauen aus der Nordkirche, ist mit dabei.

Und immer wieder entsteht Neues, wenn wir fragen: Wie wird es gut? Vorbeischauen lohnt sich also. Wir freuen uns auf einen interaktiven Prozess. Anregungen, weitere Ideen oder Materialien nehmen wir hier gern auf.

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Morgen

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Die Tage werden kürzer – der Herbst ist da. Jetzt passt unser Jahresthema besonders mit dem Blick auf das Vorsorgen im Jetzt für eine gute (und leckere) Zukunft. Jetzt sind die Chancen, die Ressourcen da, die uns den Winter versüßen, … Weiterlesen

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Schätze zum dritten Oktober

Der Tag der deutschen Einheit wurde in Kiel groß gefeiert. Auch wir waren beim Bürger*innenfest mit dabei und haben Schätze aus unserer Arbeit – aus unserer Geschichte und den verschiedenen Regionen der Nordkirche – aus Ost und West gezeigt.

Alles ist aufgebaut und bereit für Besucher*innen

Wir hatten unser Jahresthema im Gepäck, auch wenn uns leider die Puzzlewand gefehlt hat, aber diese Idee nimmt vielleicht ein andermal Fahrt auf.

Wer es wagte am Glücksrad zu drehen konnte Schätze aus unserer Arbeit gewinnen oder sein Wissen erweitern. Wisst ihr zum Beispiel ob Frauenfußball in Deutschland schon immer erlaubt war* oder wie viele nicht männliche Gottesnamen/bezeichnungen kennt ihr?

Es waren zwei bunte Tage, wir sind mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen und könnten ganz verschiedenen Einblicke in die Frauenarbeit in der Nordkirche geben.


* Der Deutsche Fußball Bund (DFB) verbot von 1955 bis 1970 Frauenfußball. Der Bundestag des DFB stellt am 30. Juli 1955 in Berlin fest: „Im Kampf um den Ball verschwindet die weibliche Anmut, Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand.“ Erst als die Fußballerinnen Ende der 60er Jahre die Gründung eines eigenen Dachverbandes erwägen, lenkt der DFB ein. Am 31. Oktober 1970 wird das Verbot wieder aufgehoben
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung, „Die graue Spielzeit. Frauenfußball in der Verbotszeit“

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Und siehe: Da waren mehr.

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Mit dem Jahresthema unterwegs sein heißt: an-ecken. Mit sperrigen Formulierungen ein neuer Blick auf Vergangenheit und Zukunft. Im Gepäck, Ideen die Welt zum Guten zu gestalten und dabei lauter Fragen. Für was sind wir eigentlich verantwortlich? Für was wollen wir … Weiterlesen

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Leporello Segen

BIRGITT WULFF-PFEIFER · Ev. Frauenwerk Hamburg-West/Südholstein

Und siehe
Ich stehe vor dir Gott und empfange
deinen Segen

Arme neben dem Körper offen

Fest verwurzelt stehe ich auf der Erde

Arme nach unten richten

Ich strecke mich dir entgegen, richte mich auf

Arme nach oben strecke

Öffne mich, erfülle mich, segne mich

Arme vor dem Körper zur Schale

Und siehe
Heute, morgen
War alles gut!
Amen.

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