Du bist schön!

Galerie

Am 5. Mai wurde als Auftakt zum bundesweiten Frauensonntag ein zentraler Radiogottesdienst unter der Überschrift „Du bist schön!“ gefeiert. Deutschlandfunk übertrug live aus der Christuskirche in Hamburg-Eimsbüttel. Zum Nachhören und Mitfeiern hier entlang: Weiterlesen

Ritual zur Stärkung auf den Weg

Von Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche

Licht und Blüte I
Aus zerplatzten Butterbrottüten, einer Lichterkette und einer großen Glasschale entsteht während der Andacht diese Lichtinstallation.
Licht und Blüte II
[Fotos: Franziska Pätzold]

Auf der letzten Frauendelegiertenkonferenz der Nordkirche am ersten Februarwochenende in Ratzeburg feierten wir eine Andacht mit einem „Ritual zur Stärkung auf den Weg“. Wir stärkten uns und ließen uns stärken für die gemeinsame Arbeit in der Konferenz und gaben den Frauen im Vorstand und im Beirat des Frauenwerks für ihre Aufgaben und die Herausforderungen der kommenden fünf Jahren Zeichen und Segen mit auf den Weg.

Für alle Interessierten gibt es den Ablauf der Andacht inkl. Ritual und die Predigt-Performance 🙂 zum Herunterladen hier:

Inspiriert sind sowohl Ablauf als auch Predigt durch folgenden Entwurf von Fritz Baltruweit, Birgit Mattausch und Annette Lapp: MITDIR! Gottesdienstentwurf zur Einführung der Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher im Juni 2018, Michaeliskloster, Hildesheim.

Übung zur Gewaltfreien Kommunikation

Von Irene Pabst, Frauenwerk der Nordkirche

GEWALTFREIE KOMMUNIKATION
Andreas Bohnenstengel [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)]

Diese Übung ist in Anlehnung an eine Übung von Miki Kashtan formuliert, die ich in einem Seminar mit Simran K. Wester [Hamburger Institut für Gewaltfreie Kommunikation] kennengelernt habe.

Anleitung zur Übung:

  • Schreibe ein Urteil auf, das Du über eine Person oder eine Gruppe von Personen hast. Erinnere Dich an eine Situation, in der ein Mensch oder mehrere Menschen etwas gesagt oder getan haben, das dieses Urteil in Dir hervorgerufen hat.
  • Frage Dich, was Du an der/ den anderen Person/en verurteilst, das Du Dir selbst nicht erlaubst. Welche Deiner Bedürfnisse sind betroffen und sind nicht erfüllt?
  • Verbinde Dich mit dem oder den Bedürfnissen, die Du gefunden hast. Spüre in Dich hinein, wie es sich anfühlt, wenn sie nicht erfüllt sind. Führe Dir vor Augen, wie wichtig sie Dir sind. Und spüre anschließend in Dich hinein, wie es sich anfühlt, wenn sie erfüllt sind.
  • Richte Deine Aufmerksamkeit wieder auf Dein „Feindbild“. Rufe Dir in Erinnerung, welche Bedürfnisse sich dieser Mensch vermutlich erfüllt, wenn er/ sie sich so verhält.
  • Spüre in Dich hinein, ob es möglich wird, Mitgefühl zu empfinden und Dein Urteil aufzulösen. Wenn nicht, frage Dich selbst, welches Bedürfnis Du Dir erfüllst, wenn Du an Deinem Urteil festhältst und erkunde es.
  • Formuliere eine Bitte an Dich selbst oder an die Person/en, die Du verurteilt hast.
  • Schenke zum Abschluss noch einen Augenblick Deinen Gefühlen Aufmerksamkeit. Welche Gefühle sind am Ende dieses Prozesses in Dir lebendig?

Siehe hierzu auch unter IMPULSE: Feindbilder verwandeln mit Hilfe der Gewaltfreien Kommunikation.