Auch Gott hat viele Namen!

Gottesdienstreihe in gerechter Sprache

Sprache kann die eigene Glaubenswelt verändern. Dabei spielt das Wissen um die Vielfalt der Geschlechter eine entscheidende Rolle bei den Wandlungsprozessen gottesdienstlicher Sprache, wenn der Anspruch gilt, dass niemand ausgeschlossen werden soll. Um die theoretischen Erkenntnisse einer gendersensiblen Theologie in der Praxis auszuprobieren, findet in der zweiten Jahreshälfte 2020 und 2021 eine Gottesdienstreihe in gerechter Sprache statt. Diese wird in Kooperation mit den Kirchenkreisen Hamburg Ost und Hamburg West/Südholstein, der Beauftragten für Geschlechtergerechtigkeit und dem Frauenwerk der Nordkirche durchgeführt. Interessierte Prediger:innen probieren in ihren Gottesdiensten aus, wie sich eine geschlechtliche Vielfalt sprachlich und liturgisch abbilden lässt. Die einzelnen Termine finden Sie ab Mitte Juli unter www.frauenwerk-hhsh.de oder hier: Termine Gottesdienst in gerechter Sprache

Die Reihe wird am Sonntag, den 9. August 2020 um 11.00 Uhr in der Hauptkirche St. Katharinen von Hauptpastorin und Pröpstin Dr. Ulrike Murmann eröffnet. Der Titel des Gottesdienstes lautet: Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht!

Bitte erkundigen Sie sich vorher über die geltenden Corona-Bedingungen und beachten Sie die für die Kirchen geltenden Hygieneregeln.

Außerdem findet am 21. September ein Workshop zum Thema mit verschiedenen Arbeitsgruppen statt. Um Anmeldung wird bis zum 3. September gebeten. Alle Infos dazu hier ⬇

Mutmach-Lied für den Sommeranfang

Das Licht dieser Welt

Von Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche


Für einen entspannten Start in den Sommer, für eine lange Sommernacht, zum Träumen und Trösten und natürlich zum Mut-Machen: dieses kleine, schöne Lied von Gisbert zu Knyphausen: Das Licht dieser Welt.

Gisbert zu Knyphausen – Das Licht dieser Welt [Hauskonzerte Live Session]

Das Licht dieser Welt – von Gisbert zu Knyphausen

Du wirfst dich hinein in das Licht dieser Welt. Dann fängst du an zu schrei’n. Es kommt ein Mensch, der dich hält. Und die Liebe, die du spürst, wirst du nie wieder verlier’n. Sie ist für dich da bis der Vorhang fällt.

Kaum ist die Nabelschnur ab, schon steh’n wir alle auf dem Schlauch. Das Chaos hier ist unendlich, doch die Liebe ist es auch. Nur deine Tränen sind es nicht, sie verändern nur die Sicht auf das, was du brauchst und das, was nicht.

Und wenn du lachst, geht alles wie von selbst. Schau‘ wie die Freude kommt und alles hier auf den Kopf stellt. Und denk‘ immer d’ran, selbst wenn das Unglück dieser Welt mal auf deine Schultern fällt: Ein neuer Tag wartet schon auf dich am Ende jeder noch so langen Nacht.

Ich wünsch‘ dir den Mut, dir zu nehmen, was du brauchst, ein lachendes Herz und Freunde zuhauf mit denen du reisen kannst, soweit wie eure Vorstellungskraft reicht. Diese Welt ist voller Wunder und ihr auch, ihr auch, ihr auch.

Und wenn ihr lacht, geht alles wie von selbst. Schau‘ wie die Freude kommt und alles hier auf den Kopf stellt. Oh, ich wünsch dir, dass immer jemand da ist, wenn du fällst, dir aufhilft und dich hält und dir ein Frühstück macht am Ende einer langen Nacht.

Und deine Zweifel und die Wut, die gehör’n zum Leben mit dazu. Doch verlier‘ dich nicht darin, denn die Liebe, die du gibst, das ist die Liebe, die du kriegst.

© Gisbert zu Knyphausen, 2017
Klatschmohn
[by Gertrud K. via Flickr]

Elfchen zum Jahresthema

Mut wächst poetisch

von Christina Löwe-Bruhn, Schleswig

[by Pezibear via Pixabay]

Hoffnung
Mut wächst
braucht stetig Nahrung
jeden Tag aufs Neue
Zuversicht

Gott
hilf, dass
Mut wachsen kann
in mir und anderen
Danke

Mut
wächst langsam
nur ganz langsam
ich schaue dabei zu
geduldig

trotzdem
will ich
Mut wachsen sehen
aus Ängsten und Zweifel
heraus

Demut
ist auch
nur eine Spielart
von wachsendem Mut in
Krisenzeiten


[by Innviertlerin via Pixabay]

Die Autorin über sich:

Ich arbeite seit vielen Jahren im Frauenwerk Schleswig-Flensburg als Ehrenamtliche. Seit 2009 bin ich Mitglied im Frauenwerksbeirat des Kirchenkreises,  jetzt Vorsitzende der Delegiertenkonferenz. Zu dem vorherigen Jahresmotto Und siehe: Morgen war alles gut haben wir im Gesprächskreis einmal Elfchen geschrieben. Das kam gut an. Daher hatte ich nun die Idee, dass das auch eine schöne Art ist, sich dem jetzigen Jahresthema kreativ zu nähern. Leider finden Gruppentreffen ja im Moment nicht statt, aber vielleicht geben meine Elfchen anderen den Anstoß, sich auch daran zu versuchen und sich ggf. schriftlich auszutauschen.

Herzliche Grüße von der Schlei, Christina Löwe-Bruhn

Mutmach-Musik im April

Gegen den Corona-Blues

von Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche


Lange lange habe ich in diesem Monat nach mutmachender Musik oder mutmachenden Liedern gesucht und heute bin ich gleich zweimal fündig geworden:

  1. Das Duo Fjarill: Eine Musikerin aus Schweden + eine Musikerin aus Südafrika = wundervolle Musik. Unten gibt es ein Lied aus ihrem Livekonzert 2016 in der Katharinenkirche in Hamburg „Jag lever – Ich lebe!“
  2. Und dann Cordell Jackson: „The Rockin‘ Granny“ auf MTV 1989. Die lebt auch – und wie! Take that Corona-Blues! 🙂

Wo Mut wächst…

Ausgabe Drei

Von Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche


Genau vor einer Woche, am Abend des Gründonnerstag, feierten viele Menschen ein Tischabendmahl oder Agapemahl. Sie gedachten so an Jesu letztes Mahl mit seinen Jünger*innen. In diesem Jahr feierten sie aber, anders als sonst, nicht in Kirchen oder Gemeindehäusern in großer Gemeinschaft, sondern – Corona-bedingt – in den eigenen vier Wänden. Sie taten das allein, in ihrer Hausgemeinschaft, virtuell verbunden mit Freund*innen oder Familienangehörigen. Und viele in der Nordkirche folgten dabei der Einladung des Frauenwerks, dies nicht nur verbunden im Gedenken und im Gebet zu tun, sondern auch in zeitlicher Verbundenheit: um 19 Uhr mit einer kleinen gemeinsamen Liturgie. 1 Und manche haben uns von ihren gedeckten Tischen ein Foto geschickt! Herzlichen Dank dafür! #WoMutWächst

Agapemahl bei Franziska in der Nähe von Rostock
Agapemahl bei Janine in Kiel

An diesem Tisch werde ich in besonderer Weise zu Abend essen. Ich erinnere mich an die letzte Mahlzeit, die Jesus zusammen mit seinen Jünger*innen hielt. Du, Gott, bist meine Mitte und mein Grund. Es ist gut, bei Dir zu verweilen. Vor mir liegen die Tage, in denen ich an Jesu Abschied von diesem Leben erinnere. Öffne mich, stärke mich, erfülle mich mit Deinem Geist. Amen.

Aus „Kleine Hausliturgien zum (Oster-) Sonntag und Gründonnerstag
Agapemahl bei Katja, ebenfalls in Kiel
Agapemahl bei Martina in Pasewalk
  1. „Kleine Hausliturgien. Agapemahlfeier am Gründonnerstag“, Beitrag vom 7. April 2020

Wo Mut wächst…

Ausgabe Zwei

Diese Woche landeten Fotos von ganz besonderen „MUT-Steinen“ im virtuellen Postkasten des Jahresthema-Blog, dazu ein paar erMUTigende Worte und eine Anleitung, um anderen MUT zu machen. Vielen Dank nach Altholstein und viel Freude allen beim Ausprobieren!


von Natascha Hilterscheid, Frauenwerk Altholstein

Liebe Frauen*, ich möchte euch dazu einladen, euch selbst und andere zu erMUTigen. Das Jahresthema des Frauenwerks lautet derzeit „Mut wächst“. Diese Botschaft können alle gut gebrauchen. Mut ist getragen von Hoffnung. Mut ist nicht das Gegenteil von Angst, sondern die Erkenntnis, das etwas anderes wichtiger ist: Glauben, Hoffnung und Liebe! „Mut wächst“. Tragt diese Botschaft hinaus!

Zum Beispiel so:

Sammelt Steine und bemalt sie mit dieser Ermutigung. Danach könnt ihr die Steine dort ablegen, wo sie gefunden werden können. Im Einkaufswagen, auf dem Fußweg oder gezielt vor einer Haustür!

Vielleicht treffen die Worte auf eine Seele, die eine Ermutigung braucht. Vielleicht tut es euch selbst gut, die Worte „Mut wächst“ mehrfach zu schreiben. Und vielleicht ist auch das Verteilen der Steine ermutigend und stärkend. Denn wir spüren dabei unsere Verbundenheit trotz des notwendigen Abstands!

Ihr benötigt Steine, Acrylfarbe oder Eddingstifte. Ich habe mich an das Design des Jahresthemas gehalten und daher die Farben „Magnet“ und „Grün“ verwendet. Auf der Rückseite der Steine habe ich die Homepage www.morgen-war-alles-gut.de angegeben, damit die Finder_innen den Hintergrund der Botschaft erfahren können. [Das Jahresthema-Blog ist auch erreichbar unter www.mut-waechst.de; Anm. FP] Lasst euch erMUTigen und erMUTigt andere!

Herzliche Grüße, Pastorin Natascha Hilterscheid

Info zur „Ostersteine“-Aktion:

Eine ähnliche Aktion startete auch Kirche im Dialog in „vor-Corona-Zeiten“. Die Idee war, Steine mit der Osterbotschaft zu bemalen, diese dann aus dem Ostergottesdienst hinaus in die Welt zu tragen und dort abzulegen, wo sie von anderen gefunden werden können. Ostergottesdienst feiern geht in diesem Jahr nur digital (#StärkerAlsDerTod), aber Steine bemalen und anderen zum Finden schenken geht auch noch ganz analog und schenkt wahrscheinlich mehr Mut und Hoffnung als das gängige Schokoladen-Osterei. Ich hätte trotzdem gerne beides! 🙂 [FP]

Wo Mut wächst…

Ausgabe Eins

zusammengestellt Von Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche


Dieser Tage flattern mir von allen Seiten digitale Mut- und Hoffnungsbotschaften ins Haus – aus den Frauenarbeiten und -werken und den Kirchenkreisen der Nordkirche. Unten gibt es eine erste Auswahl zum Mitfreuen, Hoffen, Mutig-sein und Sich-trösten-lassen.

StreetArt in Altholstein

StreetArt aus dem Frauenwerk Altholstein
Chantal Schierbecker, Frauenwerk Altholstein

Chantal Schierbecker schreibt dazu: „Vor dem Haus einer Freundin malten die Kinder mit Straßenkreide einen Regenbogen auf den Bürgersteig, um Menschen glücklich zu machen. Diese tolle Idee haben meine Töchter und ich aufgegriffen, wir wollten unsere Nachbarschaft aufmuntern, natürlich mit dem Jahresthema der Frauenarbeit „Mut wächst – bleibt gesund!“

WallArt in Rendsburg-Eckernförde

Claudia Heynen, Pastorin an St. Jürgen in Rendsburg, beschreibt Wände von kirchlichen Gebäuden…
…mit Bibelzitaten! #wort_tat #WallArtRendsburg 🙂

Claudia Heynen schreibt dazu: „Dieses Bibelwort steht seit gestern – mit Kreide angeschrieben – an einem unserer kirchlichen Gebäude. Es ist Teil einer kleinen Aktion mit Bibel- und Segensworten auf unseren Gebäuden, mit denen wir in St. Jürgen den Menschen in unsere analogen und virtuellen Nachbarschaft Mut und Hoffnung machen wollen. Wer in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, findet davon auch dort immer mehr Spuren unter #wort_tat. Die St. Jürgener Wort-Taten sind im Übrigen auch bei einem Spaziergang durch die Ahlmannstraße zu sehen, zumindest erstmal solange, wie weiter die Sonne scheint, denn Kreide und Wasser vertragen sich nicht so gut.“

In Schleswig-Flensburg ist nicht alles abgesagt…

… und noch mehr Mut-machendes und Tröstliches aus dem Regionalzentrum des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg!

Vielen Dank! Tut gut, sieht gut aus und macht Mut!! 🙂

Mutmach-Lied im März

Galerie

Die jüdisch-israelische Sängerin Noa ist eine Naturgewalt – im positiven Sinne (nicht im Corona-Sinne). Sie hat eine Power und Ausstrahlung, die bewegt und mitreißt. Von ihr kommt das dringend benötigte Mut-mach-Lied im März – eine Version des Beatles Klassikers „We can work it out“. Weiterlesen