Mutmach-Lied für den Herbstanfang

Closer to Fine

von Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche


Manchmal kann es in dieser Zeit hilfreich sein (mal abgesehen von Corona) nicht alles, was im Leben schief läuft, gleich als Krise einzustufen. So halten es jedenfalls die Indigo Girls. Die beiden Musikerinnen Emily Saliers und Amy Ray aus Atlanta in den USA machen seit über 30 Jahren gemeinsam Musik und sind genau so lang auch politisch aktiv. Frauenrechte und die Rechte von Lesben und Schwulen in Amerika sind nur zwei Themen auf ihrer Agenda.

In einem ihrer größten Hits „Closer to Fine“ von 1989 (!) singen sie von der beständigen Suche nach dem Sinn des Lebens; nach dem, was endlich heil und gut und vollkommen macht. Sie zählen dabei auf, was sie alles auf sich nehmen, um diesen einzig wahren Sinn zu finden bis sie schließlich zu der Erkenntnis gelangen, dass es ihnen umso besser geht, je weniger sie danach suchen.

Indigo Girls live in New York City, 2015 [by will is via Flickr]

Ich bin eher zufällig auf die Indigo Girls aufmerksam geworden und für mich sind sie eine echte Entdeckung, was mich wiederum nachdenklich macht. Ohne den Anspruch zu haben (pop-) musikalisch umfassend gebildet zu sein, stellt sich mir die Frage, warum diese Musikerinnen und ihre Musik nich bekannter sind. Warum hatten sie nicht ähnliche oder annähernd so große Erfolge wie bspw. R.E.M., die aus derselben Gegend in Georgia stammen und aus derselben „Zeit“ und mit denen die Indigo Girls auch musikalisch zusammengearbeitet haben? An der Klasse ihrer Musik kann es jedenfalls nicht liegen, denn die ist mitreißend, tiefgründig, mutmachend und ganz offensichtlich zeitlos.

Wahrscheinlich liegt der Grund für die relative Unbekanntheit der Indigo Girls gemessen am Grad ihres Könnens und ihres Talents irgendwo hier verborgen: Frauen mit Gitarren – Frauen mit Gitarren, die Punkrock und Folkpop verbinden – Frauen mit Gitarren, die Punkrock und Folkpop verbinden und nicht dem gängigen, vermarktbaren Schönheitsideal entsprechen – Frauen mit Gitarren, die Punkrock und Folkpop verbinden, nicht dem gängigen, vermarktbaren Schönheitsideal entsprechen und Christinnen sind – Frauen mit Gitarren, die Punkrock und Folkpop verbinden, nicht dem gängigen, vermarktbaren Schönheitsideal entsprechen, Christinnen und lesbisch sind – Frauen mit Gitarren, die Punkrock und Folkpop verbinden, nicht dem gängigen, vermarktbaren Schönheitsideal entsprechen, Christinnen, lesbisch und politisch aktiv sind. So groß ist keine Schublade der Popindustrie.

Vielleicht sind die Indigo Girls genau deshalb heute noch da. Nirgendwo ganz hineinzupassen und dazuzugehören kann ja auch ein Segen sein. Bleibt festzuhalten: R.E.M. gibt es nicht mehr, die Indigo Girls schon und in diesem Frühjahr ist mit „Look Long“ ihr 15. Studioalbum erschienen. Über die Jahre haben sie sich, vor allem in den USA, eine treue Fangemeinde erspielt – aufgrund ihrer facettenreichen Musik, aufgrund ihres vielfältigen politschen Engagements und aufgrund ihrer mutmachenden Echtheit.

Indigo Girls – Closer to Fine (Live at the Fillmore, 2000)

Closer to Fine von Indigo Girls

I’m tryin‘ to tell you somethin‘ ‚bout my life (Ich versuche, dir etwas über mein Leben zu erzählen.)
Maybe give me insight between black and white (Vielleicht kannst Du mir Einsicht geben in die Zwischenräume.)
And the best thing you’ve ever done for me (Und das Beste, das du jemals für mich getan hast,…)
Is to help me take my life less seriously (…ist, mir zu helfen, mein Leben weniger ernst zu nehmen.)
It’s only life after all, yeah (Es ist schließlich nur Leben.)

Well darkness has a hunger that’s insatiable (Aber die Dunkelheit ist unersättlich…)
And lightness has a call that’s hard to hear (…und die Leichtigkeit oft zu leise.)
I wrap my fear around me like a blanket (Ich wickle mich in meine Angst wie in eine Decke.)
I sailed my ship of safety ‚til I sank it (Ich segle mein Sicherheits-Schiff bis ich es zum Kentern bringe.)
I’m crawling on your shores (Ich rette mich an deine Küste.)

And I went to the doctor, I went to the mountains (Ich ging zum Arzt, ich ging in die Berge.)
I looked to the children, I drank from the fountains (Ich nahm mir ein Vorbild an den Kindern, ich trank aus den Brunnen.)
There’s more than one answer to these questions (Es gibt mehr als eine Antwort auf diese Fragen…)
Pointing me in a crooked line (…die mich umtreiben/ beugen.)
And the less I seek my source for some definitive (Und je weniger ich die Quelle des einzig wahren Sinns suche,…)
The closer I am to fine, yeah (…umso besser geht’s mir.)
The closer I am to fine, yeah

And I went to see the doctor of philosophy (Ich traf einen Doktor der Philosophie.)
With a poster of Rasputin and a beard down to his knee (Der hatte ein Poster von Rasputin und einen Bart, der ihm bis zu den Knien reichte.)
He never did marry or see a B-Grade movie (Er hat nie geheiratet und nie einen zweitklassigen Film gesehen.)
He graded my performance, he said he could see through me (Er bewertete mein Aufreten und sagte, er könne durch mich hindurch sehen.)
I spent four years prostrate to the higher mind (Ich verbrachte vier Jahre damit, die höhere Bewusstseinsebene zu erreichen,…)
Got my paper and I was free (…dann erhielt ich eine Teilnahmebestätigung und war frei.)

I went to the doctor, I went to the mountains…

I stopped by the bar at three a.m. (Um drei Uhr nachts ging ich in eine Bar,…)
To seek solace in a bottle, or possibly a friend (…um Trost im Alkohol zu suchen, oder vielleicht einen Freund.)
And I woke up with a headache like my head against a board (Ich wachte auf mit Kopfschmerzen, als hätte ich meinen Kopf gegen ein Brett geschlagen…)
Twice as cloudy as I’d been the night before (…und war doppelt so benommen wie in der Nacht zuvor…)
And I went in seeking clarity (…als ich in die Bar kam, um Klarheit zu suchen.)

I went to the doctor, I went to the mountains…

Yeah, we go to the Bible, we go through the work out (Wir lesen in der Bibel, wir trainieren hart.)
We read up on revival, we stand up for the lookout (Wir lesen alles über Erweckung/ Wiederkehr, wir stehen auf Wachposten.)
There’s more than one answer to these questions (Es gibt mehr als eine Antwort auf die Fragen,…)
Pointing me in a crooked line (…die mich umtreiben/ beugen.)
And the less I seek my source for some definitive (Und je weniger ich nach der Quelle des einzig wahren Sinns suche,…)
The closer I am to fine (…umso besser geht’s mir.)
The closer I am to fine
The closer I am to fine, yeah

Songwriter: Amy Elizabeth Ray / Emily Ann Saliers; Songtext von Closer to Fine © Universal Music Publishing Group

Lebendige Hoffnung

Zeichen des Lebens


Die in den meisten Fällen eher unfreiwillg zu Hause verbrachte Zeit während des Corona-Lockdowns war für manche auch Gelegenheit, ihre Ängste, Sorgen und Hoffnungen kreativ zu verarbeiten. So geschehen bei Monika Schmudde aus dem Frauenwerk Dithmarschen. Sie fasste, was sie bewegte in einen Liedtext. ⬇

Lebendige Hoffnung

Lebendige Hoffnung, Zeichen des Lebens. Das Leben wird heller, ich wage Mut. Jeder Sonntag erzählt von Auferstehung und Freude, mein Leben in Gottes Gegenwart.

1. Doch da ist auch vieles, was zum Himmel schreit. Die Sorgen und Ängste, die Mutlosigkeit. Wenn Unrecht geschieht, Natur und Menschen leiden, unzumutbares Leben zugemutet wird. Menschen fliehen und keine neue Heimat finden, die Sorge um andere, unendlich viel Leid.

Lebendige Hoffnung, Zeichen des Lebens. …

2. Vertrauen ist wie eine zarte Pflanze. Sie braucht gute Pflege und Sorgsamkeit. Jesus wendet sich mir zu aus vollem Herzen. Ich bin würdig, bedeutsam und geliebt. Ich habe Fragen und Zweifel, kann vieles nicht verstehen. Ich ringe um Antworten um das, was geschieht.

Lebendige Hoffnung, Zeichen des Lebens. …

3. Lebendig bist du, Gott. Bei dir kann ich mich zeigen. Bei dir darf ich fühlen, denken, handeln und sein. In meinen starken und schwachen Momenten nimmst du mich ernst und mein Vertrauen wächst. Mit allen Sinnen spüre ich das Leben. Ich kann dich nicht sehen. Dort begegnest du mir.

Bridge: Das Gute wird siegen. Das Böse muss weichen. Ich hör auf mein Herz, was die Liebe mir rät. Verantwortung tragen, ich lass mich bewegen, will mitwirken an dem, was anderen hilft und was trägt.

Lebendige Hoffnung, Zeichen des Lebens. …

4. Dein Geist spricht mich an. Du kommst mir entgegen. Du bringst den Frieden, der Leben schenkt. Du lädst mich ein. Du lässt mich nicht fallen. Du stehst mir zur Seite. Lebendig und nah. Gott, du siehst mich. Ich kann auf dich zählen. Selig, glückselig, im Vertrauen zu dir.

Text und Musik: Monika Schmudde
Hope [Faris Mohammed via Unsplash]

Und diesen Text hat Monika Schmudde dann auch vertont – mit kräftigem Sprechgesang in den Strophen und einer sehr eingängigen Melodie im Refrain. Vielen lieben Dank für’s Teilen! ❤ ☀ ⬇

Lebendige Hoffnung von Monika Schmudde, Frauenwerk Dithmarschen

Was gewachsen ist…

Mut im Pflanztopf


Im Projekt „Klimabewusstsein erden“ wurde im Frühjahr fleißig ausgesät. Viele selten gewordene Saaten landeten in Beet und Pflanztopf, darunter die Tomate „Paulinchen“ – und die ist inzwischen ganz schön gewachsen. ⬇

Und im Frauenwerk Altholstein ist frau nach wie vor sehr kreativ mit dem Jahresthema unterwegs. ⬇

„Mut in Kresse“ 😉 [Foto: Natascha Hilterscheid]

Auch Gott hat viele Namen!

Gottesdienstreihe in gerechter Sprache

Sprache kann die eigene Glaubenswelt verändern. Dabei spielt das Wissen um die Vielfalt der Geschlechter eine entscheidende Rolle bei den Wandlungsprozessen gottesdienstlicher Sprache, wenn der Anspruch gilt, dass niemand ausgeschlossen werden soll. Um die theoretischen Erkenntnisse einer gendersensiblen Theologie in der Praxis auszuprobieren, findet in der zweiten Jahreshälfte 2020 und 2021 eine Gottesdienstreihe in gerechter Sprache statt. Diese wird in Kooperation mit den Kirchenkreisen Hamburg Ost und Hamburg West/Südholstein, der Beauftragten für Geschlechtergerechtigkeit und dem Frauenwerk der Nordkirche durchgeführt. Interessierte Prediger:innen probieren in ihren Gottesdiensten aus, wie sich eine geschlechtliche Vielfalt sprachlich und liturgisch abbilden lässt. Die einzelnen Termine finden Sie ab Mitte Juli unter www.frauenwerk-hhsh.de oder hier: Termine Gottesdienst in gerechter Sprache

Die Reihe wird am Sonntag, den 9. August 2020 um 11.00 Uhr in der Hauptkirche St. Katharinen von Hauptpastorin und Pröpstin Dr. Ulrike Murmann eröffnet. Der Titel des Gottesdienstes lautet: Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht!

Bitte erkundigen Sie sich vorher über die geltenden Corona-Bedingungen und beachten Sie die für die Kirchen geltenden Hygieneregeln.

Außerdem findet am 21. September ein Workshop zum Thema mit verschiedenen Arbeitsgruppen statt. Um Anmeldung wird bis zum 3. September gebeten. Alle Infos dazu hier ⬇

Mutmach-Lied für den Sommeranfang

Das Licht dieser Welt

Von Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche


Für einen entspannten Start in den Sommer, für eine lange Sommernacht, zum Träumen und Trösten und natürlich zum Mut-Machen: dieses kleine, schöne Lied von Gisbert zu Knyphausen: Das Licht dieser Welt.

Gisbert zu Knyphausen – Das Licht dieser Welt [Hauskonzerte Live Session]

Das Licht dieser Welt von Gisbert zu Knyphausen

Du wirfst dich hinein in das Licht dieser Welt. Dann fängst du an zu schrei’n. Es kommt ein Mensch, der dich hält. Und die Liebe, die du spürst, wirst du nie wieder verlier’n. Sie ist für dich da bis der Vorhang fällt.

Kaum ist die Nabelschnur ab, schon steh’n wir alle auf dem Schlauch. Das Chaos hier ist unendlich, doch die Liebe ist es auch. Nur deine Tränen sind es nicht, sie verändern nur die Sicht auf das, was du brauchst und das, was nicht.

Und wenn du lachst, geht alles wie von selbst. Schau‘ wie die Freude kommt und alles hier auf den Kopf stellt. Und denk‘ immer d’ran, selbst wenn das Unglück dieser Welt mal auf deine Schultern fällt: Ein neuer Tag wartet schon auf dich am Ende jeder noch so langen Nacht.

Ich wünsch‘ dir den Mut, dir zu nehmen, was du brauchst, ein lachendes Herz und Freunde zuhauf mit denen du reisen kannst, soweit wie eure Vorstellungskraft reicht. Diese Welt ist voller Wunder und ihr auch, ihr auch, ihr auch.

Und wenn ihr lacht, geht alles wie von selbst. Schau‘ wie die Freude kommt und alles hier auf den Kopf stellt. Oh, ich wünsch dir, dass immer jemand da ist, wenn du fällst, dir aufhilft und dich hält und dir ein Frühstück macht am Ende einer langen Nacht.

Und deine Zweifel und die Wut, die gehör’n zum Leben mit dazu. Doch verlier‘ dich nicht darin, denn die Liebe, die du gibst, das ist die Liebe, die du kriegst.

© Gisbert zu Knyphausen, 2017
Klatschmohn
[by Gertrud K. via Flickr]

Elfchen zum Jahresthema

Mut wächst poetisch

von Christina Löwe-Bruhn, Schleswig

[by Pezibear via Pixabay]

Hoffnung
Mut wächst
braucht stetig Nahrung
jeden Tag aufs Neue
Zuversicht

Gott
hilf, dass
Mut wachsen kann
in mir und anderen
Danke

Mut
wächst langsam
nur ganz langsam
ich schaue dabei zu
geduldig

trotzdem
will ich
Mut wachsen sehen
aus Ängsten und Zweifel
heraus

Demut
ist auch
nur eine Spielart
von wachsendem Mut in
Krisenzeiten


[by Innviertlerin via Pixabay]

Die Autorin über sich:

Ich arbeite seit vielen Jahren im Frauenwerk Schleswig-Flensburg als Ehrenamtliche. Seit 2009 bin ich Mitglied im Frauenwerksbeirat des Kirchenkreises,  jetzt Vorsitzende der Delegiertenkonferenz. Zu dem vorherigen Jahresmotto Und siehe: Morgen war alles gut haben wir im Gesprächskreis einmal Elfchen geschrieben. Das kam gut an. Daher hatte ich nun die Idee, dass das auch eine schöne Art ist, sich dem jetzigen Jahresthema kreativ zu nähern. Leider finden Gruppentreffen ja im Moment nicht statt, aber vielleicht geben meine Elfchen anderen den Anstoß, sich auch daran zu versuchen und sich ggf. schriftlich auszutauschen.

Herzliche Grüße von der Schlei, Christina Löwe-Bruhn

Mutmach-Musik im April

Gegen den Corona-Blues

von Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche


Lange lange habe ich in diesem Monat nach mutmachender Musik oder mutmachenden Liedern gesucht und heute bin ich gleich zweimal fündig geworden:

  1. Das Duo Fjarill: Eine Musikerin aus Schweden + eine Musikerin aus Südafrika = wundervolle Musik. Unten gibt es ein Lied aus ihrem Livekonzert 2016 in der Katharinenkirche in Hamburg „Jag lever – Ich lebe!“
  2. Und dann Cordell Jackson: „The Rockin‘ Granny“ auf MTV 1989. Die lebt auch – und wie! Take that Corona-Blues! 🙂

Wo Mut wächst…

Ausgabe Drei

Von Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche


Genau vor einer Woche, am Abend des Gründonnerstag, feierten viele Menschen ein Tischabendmahl oder Agapemahl. Sie gedachten so an Jesu letztes Mahl mit seinen Jünger*innen. In diesem Jahr feierten sie aber, anders als sonst, nicht in Kirchen oder Gemeindehäusern in großer Gemeinschaft, sondern – Corona-bedingt – in den eigenen vier Wänden. Sie taten das allein, in ihrer Hausgemeinschaft, virtuell verbunden mit Freund*innen oder Familienangehörigen. Und viele in der Nordkirche folgten dabei der Einladung des Frauenwerks, dies nicht nur verbunden im Gedenken und im Gebet zu tun, sondern auch in zeitlicher Verbundenheit: um 19 Uhr mit einer kleinen gemeinsamen Liturgie. 1 Und manche haben uns von ihren gedeckten Tischen ein Foto geschickt! Herzlichen Dank dafür! #WoMutWächst

Agapemahl bei Franziska in der Nähe von Rostock
Agapemahl bei Janine in Kiel

An diesem Tisch werde ich in besonderer Weise zu Abend essen. Ich erinnere mich an die letzte Mahlzeit, die Jesus zusammen mit seinen Jünger*innen hielt. Du, Gott, bist meine Mitte und mein Grund. Es ist gut, bei Dir zu verweilen. Vor mir liegen die Tage, in denen ich an Jesu Abschied von diesem Leben erinnere. Öffne mich, stärke mich, erfülle mich mit Deinem Geist. Amen.

Aus „Kleine Hausliturgien zum (Oster-) Sonntag und Gründonnerstag
Agapemahl bei Katja, ebenfalls in Kiel
Agapemahl bei Martina in Pasewalk
  1. „Kleine Hausliturgien. Agapemahlfeier am Gründonnerstag“, Beitrag vom 7. April 2020

Wo Mut wächst…

Ausgabe Zwei

Diese Woche landeten Fotos von ganz besonderen „MUT-Steinen“ im virtuellen Postkasten des Jahresthema-Blog, dazu ein paar erMUTigende Worte und eine Anleitung, um anderen MUT zu machen. Vielen Dank nach Altholstein und viel Freude allen beim Ausprobieren!


von Natascha Hilterscheid, Frauenwerk Altholstein

Liebe Frauen*, ich möchte euch dazu einladen, euch selbst und andere zu erMUTigen. Das Jahresthema des Frauenwerks lautet derzeit „Mut wächst“. Diese Botschaft können alle gut gebrauchen. Mut ist getragen von Hoffnung. Mut ist nicht das Gegenteil von Angst, sondern die Erkenntnis, das etwas anderes wichtiger ist: Glauben, Hoffnung und Liebe! „Mut wächst“. Tragt diese Botschaft hinaus!

Zum Beispiel so:

Sammelt Steine und bemalt sie mit dieser Ermutigung. Danach könnt ihr die Steine dort ablegen, wo sie gefunden werden können. Im Einkaufswagen, auf dem Fußweg oder gezielt vor einer Haustür!

Vielleicht treffen die Worte auf eine Seele, die eine Ermutigung braucht. Vielleicht tut es euch selbst gut, die Worte „Mut wächst“ mehrfach zu schreiben. Und vielleicht ist auch das Verteilen der Steine ermutigend und stärkend. Denn wir spüren dabei unsere Verbundenheit trotz des notwendigen Abstands!

Ihr benötigt Steine, Acrylfarbe oder Eddingstifte. Ich habe mich an das Design des Jahresthemas gehalten und daher die Farben „Magnet“ und „Grün“ verwendet. Auf der Rückseite der Steine habe ich die Homepage www.morgen-war-alles-gut.de angegeben, damit die Finder_innen den Hintergrund der Botschaft erfahren können. [Das Jahresthema-Blog ist auch erreichbar unter www.mut-waechst.de; Anm. FP] Lasst euch erMUTigen und erMUTigt andere!

Herzliche Grüße, Pastorin Natascha Hilterscheid

Info zur „Ostersteine“-Aktion:

Eine ähnliche Aktion startete auch Kirche im Dialog in „vor-Corona-Zeiten“. Die Idee war, Steine mit der Osterbotschaft zu bemalen, diese dann aus dem Ostergottesdienst hinaus in die Welt zu tragen und dort abzulegen, wo sie von anderen gefunden werden können. Ostergottesdienst feiern geht in diesem Jahr nur digital (#StärkerAlsDerTod), aber Steine bemalen und anderen zum Finden schenken geht auch noch ganz analog und schenkt wahrscheinlich mehr Mut und Hoffnung als das gängige Schokoladen-Osterei. Ich hätte trotzdem gerne beides! 🙂 [FP]

Wo Mut wächst…

Ausgabe Eins

zusammengestellt Von Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche


Dieser Tage flattern mir von allen Seiten digitale Mut- und Hoffnungsbotschaften ins Haus – aus den Frauenarbeiten und -werken und den Kirchenkreisen der Nordkirche. Unten gibt es eine erste Auswahl zum Mitfreuen, Hoffen, Mutig-sein und Sich-trösten-lassen.

StreetArt in Altholstein

StreetArt aus dem Frauenwerk Altholstein
Chantal Schierbecker, Frauenwerk Altholstein

Chantal Schierbecker schreibt dazu: „Vor dem Haus einer Freundin malten die Kinder mit Straßenkreide einen Regenbogen auf den Bürgersteig, um Menschen glücklich zu machen. Diese tolle Idee haben meine Töchter und ich aufgegriffen, wir wollten unsere Nachbarschaft aufmuntern, natürlich mit dem Jahresthema der Frauenarbeit „Mut wächst – bleibt gesund!“

WallArt in Rendsburg-Eckernförde

Claudia Heynen, Pastorin an St. Jürgen in Rendsburg, beschreibt Wände von kirchlichen Gebäuden…
…mit Bibelzitaten! #wort_tat #WallArtRendsburg 🙂

Claudia Heynen schreibt dazu: „Dieses Bibelwort steht seit gestern – mit Kreide angeschrieben – an einem unserer kirchlichen Gebäude. Es ist Teil einer kleinen Aktion mit Bibel- und Segensworten auf unseren Gebäuden, mit denen wir in St. Jürgen den Menschen in unsere analogen und virtuellen Nachbarschaft Mut und Hoffnung machen wollen. Wer in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, findet davon auch dort immer mehr Spuren unter #wort_tat. Die St. Jürgener Wort-Taten sind im Übrigen auch bei einem Spaziergang durch die Ahlmannstraße zu sehen, zumindest erstmal solange, wie weiter die Sonne scheint, denn Kreide und Wasser vertragen sich nicht so gut.“

In Schleswig-Flensburg ist nicht alles abgesagt…

… und noch mehr Mut-machendes und Tröstliches aus dem Regionalzentrum des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg!

Vielen Dank! Tut gut, sieht gut aus und macht Mut!! 🙂