3 Fragen – 6 Antworten

Stärke durch Vielfalt – der LFR Mecklenburg-Vorpommern

Der aktuelle Vorstand (v.l.n.r.): Kerstin Liebich, Katrin Schmuhl (stellv. Vorsitzende), Dr. Cathleen Kiefert-Demuth, Flora Mennicken, Ulrike Bartel (Vorsitzende), Claudia Ellmerich, Teresa von Jan

1. Und siehe – Für welche Themen macht sich der Landesfrauenrat in Mecklenburg-Vorpommern stark?

Wir machen uns stark für ein selbstbestimmtes Leben von allen hier lebenden Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft, ihrem Alter und ihrer Lebenssituation. Wir sind dafür da, dass die unterschiedlichen Bedürfnisse und Lebensrealitäten von Menschen ob in der Politik, bei der Umsetzung von Maßnahmen oder bei Gesetzesvorhaben berücksichtigt werden. Wir setzen uns für gerechte Teilhabemöglichkeiten und Mitbestimmung ein, für eine bessere Daseinsvorsorge besonders in ländlichen Räumen, für die gleichwertige Bezahlung von Frauen und Männern, für den Abbau von Armut und Arbeitslosigkeit, für bessere Mobilitätsangebote, für die Unterstützung von Alleinerziehenden, Vätern sowie bunten Familienkonstellationen und für noch viele andere Themen. Wir wenden uns gegen Geschlechterklischees und Stereotype, die Menschen nicht gut tun, gegen Gewalt in jeder Form und antifeministische Hetze.

2. War alles – Auf was schaut der Landesfrauenrat (stolz) zurück?

Der Landesfrauenrat M-V hat sich seit mehr als 25 Jahren in politische und gesellschaftliche Debatten eingemischt und mit seiner Expertise Akzente gesetzt. Stolz sind wir auf unsere Aktionen und wirksamen Projekte – die z.B. die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben und eine praxisnahe Gleichstellungsarbeit im Land vorangebracht haben. Toll ist, dass wir derzeit 48 Mitgliedsverbände als Dach- und Lobbyverband für Geschlechtergerechtigkeit vertreten und mit mehr als 30 anderen Partner*innen zusammenarbeiten.

3. Morgen – Was braucht es, aus Sicht des Landesfrauenrates, für eine gute Zukunft?

Die Gleichstellung der Geschlechter gehört zu den Grundwerten der EU. Geschlechtergerechtigkeit bringt die Demokratie bis auf die regionale und kommunale Ebene voran. Sie verhindert Extremismus, fördert das Zusammenleben, die gesellschaftliche Teilhabe und den sozialen Frieden. Deshalb braucht es zukünftig eine noch bessere Umsetzungsstrategie für die Gleichstellung der Geschlechter, wirksame Strukturen dafür und die tatsächliche Anwendung von Gender Mainstreming auf allen Ebenen.