„Start me up“ – Song für August

You’ve got the Love

Von Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche

Florence Welch [Florence + the Machine];
von Batiste Safont via wikimedia commons
[CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Manchmal kann frau sich einfach nicht entscheiden. Mir geht es gerade so mit dem „Start me up“ – Song für diesen Monat. Das Lied selbst stand ziemlich schnell fest: „You’ve got the Love“. Aber welche Version soll es sein? Derer gibt es nämlich viele… Aber, wie das so ist im wahren Leben, wenn frau sich nicht für eine Sache entscheiden kann, nimmt sie gerne auch zwei. Und so entscheide auch ich mich – immerhin – für zwei Versionen des August-Songs.

Das erste und vermutlich originale „You got the Love“ stammt aus dem Jahr 1986, wurde eingesungen von Candi Staton und „The Source“ bastelten den Sound drum herum. Die zweite Version stammt aus dem Jahr 2009 vom Debut-Album „Lungs“ von Florence + the Machine. Was ’86 noch vergleichsweise entspannt vor sich hin-„funkte“, entwickelt durch Florence Welchs „volle Power“ Soul-Stimme höchste Dramatik. Dabei ist gar nicht so dramatisch, was da besungen wird. Es geht um das alltägliche, immer wieder erfahrene Scheitern und An-sich-Zweifeln. Wenn es günstig läuft, so wie im Song, führt dieses Erleben aber nicht in die Verzweiflung und/ oder Resignation, sondern wird aufgefangen durch das Vertrauen in die Liebe Gottes. Klingt eigentlich ganz leicht …

Wenn es aber nicht günstig läuft, oder „Gott“ keine Option ist im Deutungshorizont des eigenen Lebens? Genau das ist, was an dieser Stelle immer folgt – das „aber, aber“ und das „oder, oder“. Aber anstatt mich jetzt wieder tief in diese Problematik zu verstricken, schreibe ich heute stattdessen „Und siehe: Morgen war alles gut“ und versuche es mal mit entspanntem Vertrauen.

Ich glaube, ich finde die Originalversion doch besser… Oder?

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„You’ve got the Love“

Sometimes I feel like throwing my hands up in the air (manchmal möchte ich meine Arme hoch zum Himmel werfen)
I know I can count on you (ich weiß, auf Dich kann ich zählen)
Sometimes I feel like saying „Lord, I just don’t care“ (manchmal möchte ich sagen „Herr, mir ist alles egal“)
But you’ve got the love I need to see me through (aber Du hast die Liebe, um mir beizustehen)

Sometimes it seems the going is just too rough (manchmal scheint alles zu schwer zu sein)
And things go wrong no matter what I do (und alles läuft schief, egal was ich tue)
Now and then it seems that life is just too much (hin und wieder scheint das Leben einfach zu viel zu sein)
But you’ve got the love I need to see me through (aber Du hast die Liebe, um mir beizustehen)

When food is gone you are my daily meal, oh (wenn kein Essen mehr da ist, bist Du meine tägliche Mahlzeit)
When friends are gone I know my savior’s love is real (wenn die Freunde gegangen sind, weiß ich, die Liebe meines Erlösers ist echt)
Your love is real ‚cause you got the love (Deine Liebe ist echt, denn Du hast die Liebe)
You got the love (Du hast die Liebe)

Time after time I think „Oh Lord what’s the use?“ (immer wieder denke ich „Ach Herr, was nützt das alles?“)
Time after time I think it’s just no good (immer wieder denke ich, es ist einfach nicht gut)
‚Cause sooner or later in life, the things you love you loose (denn früher oder später verliert man im Leben die Dinge, die man liebt)
But you got the love I need to see me through (aber Du hast die Liebe, die mir beisteht)
You got the love (Du hast die Liebe)

Sometimes I feel like throwing my hands up in the air (manchmal möchte ich meine Arme hoch zum Himmel werfen)
‚Cause I know I can count on you (weil ich weiß, dass ich auf Dich zählen kann)
Sometimes I feel like saying „Lord I just don’t care“ (manchmal möchte ich sagen „Herr, mir ist alles egal“)
But you’ve got the love I need to see me through (aber Du hast die Liebe, die mir beisteht)

Songwriter: Arnecia Michelle Harris / Anthony B. Stephens
© Warner Chappell Music, Inc.
Candi Staton
von Jon Southcoasting via flickr
[https://www.flickr.com/photos/southcoasting]

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Hier geht’s zum Original von 1986: The Source feat. Candi Staton – You got the Love [Extended Vocal]

Und hier zum Cover von 2009: Florence + the Machine – You’ve got the Love [live at the Royal Albert Hall, 2012]