Jeder Mensch ist ein Projekt, das noch nicht vollendet ist.

Gott hat den Menschen für diese Aufgabe auserwählt und ausgezeichnet, obwohl Gott die Schwächen des Menschen kennt. In Sure 17, Vers 70 heißt es:

(70.) „Und wahrlich, wir zeichneten die Kinder Adams aus und trugen sie zu Land und Meer und versorgten sie mit guten Dingen und bevorzugten sie hoch vor vielen unsrer Geschöpfe.“[10]

Um dieser Statthalterschaft und der Amana gerecht zu werden, muss der Mensch ein hohes Bewusstsein entwickeln. Zuerst soll er seine Beziehung zu sich selbst immer wieder neu justieren, verbessern, weiterentwickeln und reflektieren. Im nächsten Schritt soll der Mensch seine Beziehung zu seinem Schöpfer festigen und nicht aus der Hand lassen, sich immer bewusst werden, wer Gott ist. Dies ist die Grundlage für eine gute Beziehung und einen guten Umgang mit der Schöpfung. Ebenso soll der Mensch ein hohes Bewusstsein für Ethik, Gerechtigkeit, Benehmen, Umgang mit der Schöpfung sowie Umgang mit sich selbst anstreben.

Untere Quelle
[von Freak-Line-Community; via wikimedia commons]

Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der Spaltungen, Hass und Abgrenzung herrschen. Der Mensch als Statthalter, der die Amana in seiner Hand trägt, sollte sich dieser Ungerechtigkeiten bewusst werden und gemäß seiner Aufgabe handeln und wirken. Jeder Mensch hat unterschiedliche Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kompetenzen und Gaben. Wenn der Mensch Glaube hat, kann er anhand der Qualitäten, die Gott ihm geschenkt hat, zur Erkenntnis über sich selbst kommen. Er kann in der Lage sein, seine eigenen Fähigkeiten zu erkennen, diese zu schätzen und adäquat, auf die beste Art und Weise, seiner Aufgabe und Berufung, die jedem konkret zugeteilt worden sind, nachkommen. Indem der Mensch diese Aufgabe annimmt und gemäß den Gesetzen handelt, erfüllt er einen Dienst, der sein eigenes Leben auf eine wunderbare Weise bereichern wird.

Mein Lehrer erzählt uns immer wieder folgende Geschichte:

Ein Schüler fragte seinen Lehrer: „Was ist die Zukunft?“ Der Lehrer antwortete: „Was passiert, wenn Du in eine Höhle Deinen Namen rufst?“ Der Schüler antwortete: „Ich bekomme ein Echo.“ Der Lehrer sagte: „Das ist die Zukunft!“

Die Zukunft ist demnach das Echo von heute und das Heute ist das Echo von gestern. In Sure 99, Vers 7 und 8 heißt es:

(7.) „und wer auch nur Gutes im Gewicht eines Stäubchens getan, wird es sehen. (8.) Und wer Böses im Gewicht eines Stäubchens getan, wird es sehen.“[11]

Dies ist ein Gesetz: Wer Gutes tut, wird Gutes bekommen und wer Böses tut, wird Böses erleben. Konkret bedeutet dies, dass die Zukunft von dem abhängt, was wir heute tun.