Rauhe Nächte – Teil 2

Impuls für den 03. Januar

Die Könige

„Da Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.“ (Matthäus 2,1-2).

Die Bibel erzählt von „Weisen aus dem Morgenland“: von Sterndeutern aus einem Land fern im Osten, die sich aufmachen auf eine weite Reise. Die Astrologie ist ihre Wissenschaft und zugleich ihre Religion: Deutung der Konstellationen am Nachthimmel für die Geschicke der Menschen. Diese Geschichte erzählt: In den anderen Religionen gibt es die Erwartung der erlösenden Geburt. Selbst die Sterne weisen hin auf einen neuen König. Und sie bringen Menschen dazu, aufzubrechen auf einem Weg ins Ungewisse. Wie sind aus den weisen Sterndeutern „die drei Könige“ geworden? Das liegt an ihren Geschenken. Denn der 72. Psalm sagt: „Die Könige von Tarsis und auf den Inseln sollen Geschenke bringen, die Könige aus Saba und Seba sollen Gaben senden.“ (Psalm 72,10). Wer Geschenke wie Gold, Weihrauch und Myrrhe machen kann, der muss ein König sein. Wer großzügig sein kann, der hat eine unsichtbare Krone auf seinem Haupt. Und es gibt viele Könige und Königinnen mit unsichtbaren Kronen.

Crown [by Ashton Mullins via Unsplash]