Spinnstube

Von der Idee zum Projekt mit S.M.A.R.T.

von Flora Mennicken und Franziska Pätzold, Frauenwerk der Nordkirche

Viel Garn zum Spinnen
[https://commons.wikimedia.org/wiki/File:
Fl%C3%BCgelspinnmaschine.jpeg#filelinks]

Zeit: 2-3 Stunden + ein fixer Endtermin

Teilnehmerinnen-Zahl: 5-30 [TN]

Überblick: Die Spinnstube ist eine sehr kondensierte Methode, um von einer Idee zur Konkretion und Umsetzung zu gelangen. Der Prozess ist sehr dicht und deshalb auch anstrengend.

Material: Pinnwand + Papier; Mode-rationskoffer [Stecknadeln, Kugelschreiber, Filzer, Mode-rationskarten]; Arbeitsblätter: Projektskizze + S.M.A.R.T.; verschiedene Gegenstände zum Jahresthema

Vorbereitung: Die TN sind gebeten, Gegenstände mitzubringen, die sie mit dem Jahresthema verbinden. Die Leiterin kann evtl. eigene Gegenstände zum Thema bereithalten oder passende Impulse für die Ideensammlung auf Flipchartpapier auslegen.

  ABLAUF    
10 minAnkommen mit einem
kleinem spirituellen Impuls
zum Jahresthema.
 
30 min Ausstellung: Jede TN
schreibt eine kleine Karte
für Ihren mitgebrachten
Gegenstand. Leitfrage:
Was verbinde ich mit dem
Gegenstand [im Bezug auf das Jahresthema]. TN, die nichts mitgebracht haben,
können aus einem kleinen
vorbereiteten Sammel-
surium wählen. Alle Ge-
genstände werden auf
Tischen oder Hockern wie
eine kleine Ausstellung an-
geordnet. Dann ist Zeit
herum zu gehen, sodass
die TN die Gegenstände
und Karten der anderen
lesen können. Gerne
können sich die TN dabei
schon austauschen.
Gegenstände zum
Jahresthema,
Moderationskarten [gelb],
Stifte
20 min Spinnerei: Die TN werden
in Kleingruppen (KL) zu
zwei bis vier Personen
eingeteilt. Aufgabe:
Austauschen über die mit-
gebrachten Ideen oder die,
die während der Aus-
stellung gekommen sind.
Frage: Welche Themen
[Ideen/ Vorhaben] ergeben
sich daraus? Sammeln der Ideen/ Themen/ Vorhaben
auf Moderationskarten.
Pro Moderationskarte = ein
Thema etc. [Groß Schrei-
ben, damit auch von weiten sichtbar.] Jede KL hat so
viele Karten wie TN. Ideen/ Themen/ Vorhaben dürfen
noch unscharf sein.
Moderationskarten [grün],
Filzer bzw. dicke Stifte
15 min Ideensammelstelle:
Die Ideen werden in der
Großgruppe zusammen-
getragen. Die Leitung sam-melt die Karten ein und
pinnt sie an die Pinnwand.
Dabei werden sie nach
Themen sortiert. Die Grup-
pe kann Ideen bzw. Vor-
schläge zur Sortierung ein-
bringen. Es werden
gemeinsam Überschriften
für versch. Themengruppen gefunden. Je nach Grup-
pengröße und Zeit kann
noch ein Austausch über
die verschiedene Themen
stattfinden.
 
15 min S.M.A.R.T.: Erklärung der
Projektmanagment-
methode und dem Arbeits-blatt [beides: siehe unten] + kurzer Ausblick auf das,
was nach der Pause
passiert.
 
15 min Pause: Hier ist auch Zeit
für die TN, sich die Ideen
anzuschauen und zu über-
legen, woran sie weiter-
arbeiten möchten.
Getränke, Obst, Kekse,
Kuchen …
45 min Projektgruppen: Die TN
sortieren sich Themen zu
und bilden Projektgruppen
[PG] nach gemeinsamen
Interessen. Es empfiehlt
sich Gruppen mit max.
5 TN zu bilden. Es ist auch
möglich allein weiterzu-
arbeiten. Anhand der Vor-
lage machen die TN nun
aus den Ideen ein
konkretes Projekt und er-
stellen eine Projekt-
skizze. Die Aufgabe der
Leitung ist es umherzu-
gehen und die TN bzw. PG zu unterstützen [hier ist es,
je nach Gruppengröße, gut zu zweit oder dritt zu sein].
Wichtig: Darauf achten,
dass wirklich machbare
und klar begrenzte Vor-
sätze [siehe S.M.A.R.T.]
gefunden werden. Das
geht gut, wenn die ein-
zelnen S.M.A.R.T.-Punkte
genau abgearbeitet wer-
den.
 
20 min Präsentation: Die Grup-
pen stellen ihre Projekte
anhand der Projektskizzen
vor. Wenn noch nicht ge-
schehen, dann: Termin-
vereinbarung und Kontakt-austausch mit der Leitung
[und untereinander] zum
Weiterarbeiten + einen
Termin festsetzen, an dem
die Projekte realisiert sein
sollen. Zur Ergebnis-
sicherung empfiehlt es
sich, dass die Leiterin alle
Projektskizzen hat [kop-
ieren oder fotografieren]
und wenn auch inner-
halb der Gruppen alle eine
Version haben.
 
10 min Feedback: Eine Streich-
holzrunde* zur Frage: Wie
ging es mir mit dieser
Methode zu arbeiten?
Streichhölzer
5 minAbschluss: Gebet +
Segen
 

[* Eine Blitzlichtrunde mit Streichhölzern: Jede TN bekommt ein Streichholz und hat solange Zeit, auf die Frage zu antworten wie das Streichholz brennt.]

Tipps und Tricks: 

  • Bei Gruppen, die schön öfter so gearbeitet haben, kann die Feedbackfrage angepasst werden.
  • Wenn nach der Pause die Gruppe neu gemischt ist [etwa bei mehreren Workshops/ Rotationsprinzip o.ä.] können vorher schon einmal die Arbeitsblätter verteilt werden, so können TN aus der ersten Gruppe selbstständig weiter-arbeiten. Die neue Gruppe arbeitet dann mit den Ergebnissen der vorherigen Gruppe weiter. Hierzu braucht es eine kurze Einführung in die Ergebnisse der Ideensammelstelle.
  • Die Art der Ideenfindung/ -kondensierung lässt sich auch noch weiter ausweiten und mit anderen Methoden intensivieren.
Viel gesponnenes Netz
[Information |Description={{de|Wespenspinne, Weibchen, mit kreisförmiger Anordng. d. Zick-zacklinien}} |Source=Transferred from [http://de.wikipedia.org de.wikipedia]; transfer was stated to be made by User: hajotthu.]

Anlass:

Entwickelt und ausprobiert für einen Workshop zum Jahresthema bei der Frauen-delegiertenkonferenz im Frühjahr 2018.

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