Leporello September

CHANTAL SCHIERBECKER
Frauenwerk Altholstein

UND SIEHE:

Gott, du öffnest mir den Raum.
Hier ist viel Platz für meine Ideen und Gedanken.

UND SIEHE:

Ich bin ich und nehme meine Bedürfnisse ernst.
Und darüber hinaus will ich meinen Blick weiten und in die Welt richten.

UND SIEHE:

Ich bin eingeladen, mich auf den Weg zu machen.
Ich bin dabei und Teil einer weltweiten Gemeinschaft von Frauen

UND SIEHE:

Lasse ich mich fragen von der göttlichen Kraft:
Begegnen wir einander mit einem freundschaftlichen Blick?
Wie kann ich mich einbringen, um Solidarität unter Frauen zu stärken

UND SIEHE, MORGEN WAR ALLES GUT

Wenn ich heute meinen Teil einbringe, weiß ich, dass morgen das
Leben für Frauen besser ist. Gott, wann kann ich endgültig sagen:
Morgen war und ist alles gut?

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Leporello August

MARINA ROHDE · Ev. Frauenwerk Rantzau-Münsterdorf
WIEBE SCHNOOR · Frauenarbeit im Kirchenkreis Nordfriesland

Wie sieht Gott aus? Woran erkennen wir ihn? Wo begegnet er uns?
Diese Frage stellt sich die Menschheit seit Urzeiten.

Immer wieder hört man, Gott sei in der Natur zu finden – in einem schönen Sonnenaufgang, am Meer mit seinem Wellenspiel oder im Wald mit dem Gesang der Vögel.

Die Geschichte „Mittagessen mit Gott“ erzählt von einem kleinen Jungen, der loszieht, um Gott zu finden. In einem Park setzt er sich neben eine alte Frau auf eine Bank. Er gibt ihr immer wieder Schokoriegel und Coladosen aus seinem Rucksack und bekommt jedes Mal ein Lächeln von ihr.

Die beiden sprechen kein Wort miteinander, aber als sie abends nach Hause gehen, sind beide davon überzeugt, Gott getroffen zu haben. Und beide haben eine überraschende Entdeckung gemacht: Gott ist ganz anders, als sie ihn sich vorgestellt haben.

Der kleine Junge sagt zu seiner Mutter: „Sie (Gott) hat ein wundervolles Lächeln.“ Und die alte Frau erzählt ihrem Sohn: „Er ist viel jünger, als ich gedacht habe.“

Dieser Text will uns zeigen, dass wir Gott in unserem Alltag immer wieder und völlig unerwartet begegnen können, dass wir offen sein sollen für das, was auf uns zukommt, und nicht starr an alten Mustern festhalten sollen.

Wir gewinnen viel, wenn wir genau beobachten, was um uns herum geschieht.

Halten wir inne, öffnen wir unser Herz dem Göttlichen, damit wir sagen können:

SIEHE, MORGEN WAR ALLES GUT!

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