Leporello August

MARINA ROHDE · Ev. Frauenwerk Rantzau-Münsterdorf
WIEBE SCHNOOR · Frauenarbeit im Kirchenkreis Nordfriesland

Wie sieht Gott aus? Woran erkennen wir ihn? Wo begegnet er uns?
Diese Frage stellt sich die Menschheit seit Urzeiten.

Immer wieder hört man, Gott sei in der Natur zu finden – in einem schönen Sonnenaufgang, am Meer mit seinem Wellenspiel oder im Wald mit dem Gesang der Vögel.

Die Geschichte „Mittagessen mit Gott“ erzählt von einem kleinen Jungen, der loszieht, um Gott zu finden. In einem Park setzt er sich neben eine alte Frau auf eine Bank. Er gibt ihr immer wieder Schokoriegel und Coladosen aus seinem Rucksack und bekommt jedes Mal ein Lächeln von ihr.

Die beiden sprechen kein Wort miteinander, aber als sie abends nach Hause gehen, sind beide davon überzeugt, Gott getroffen zu haben. Und beide haben eine überraschende Entdeckung gemacht: Gott ist ganz anders, als sie ihn sich vorgestellt haben.

Der kleine Junge sagt zu seiner Mutter: „Sie (Gott) hat ein wundervolles Lächeln.“ Und die alte Frau erzählt ihrem Sohn: „Er ist viel jünger, als ich gedacht habe.“

Dieser Text will uns zeigen, dass wir Gott in unserem Alltag immer wieder und völlig unerwartet begegnen können, dass wir offen sein sollen für das, was auf uns zukommt, und nicht starr an alten Mustern festhalten sollen.

Wir gewinnen viel, wenn wir genau beobachten, was um uns herum geschieht.

Halten wir inne, öffnen wir unser Herz dem Göttlichen, damit wir sagen können:

SIEHE, MORGEN WAR ALLES GUT!

Wortwolke zum Jahresthema

Bild

Eine Collage aus vielen Worten. Große Worte sind: Hoffnung, Zukunft, Gott, Visionen, frau, leben, lebensfreude. Kleine Worte sind: kreativ, klimawandel, wild, neu, gut und viele mehr
Eine Wolke aus Worten, entstanden bei der Fachkonferenz evangelische Frauenarbeit in der Nordkirche.

„Welches Wort kommt dir in den Sinn, wenn du an das Jahresthema denkst?“ haben wir bei der letzten FEFA unsere Kolleginnen gefragt. FEFA, das ist die Fachkonferenz evangelische Frauenarbeit in der Nordkirche. Hier treffen sich alle, die in der Nordkirche zu Frauenarbeit unterwegs sind, tauschen sich aus, bilden sich fort und entwickeln gemeinsame Ideen – wie zum Beispiel das Jahresthema.

„Und siehe: Morgen war alles gut.“ – ein reichliches Jahr sind wir nun schon mit diesem Jahresthema unterwegs. Zeit, einmal Inne zu halten, den Blick zu richten – auf das, was war, kommt und ist.

„Welches Wort kommt dir in den Sinn, wenn du an das Jahresthema denkst?“ haben wir gefragt und entstanden ist eine große Vielfalt. Ihr seht es oben in der Wortwolke: ein Schatz aus Ideen, Anregungen zum Weiterdenken und auch Diskussionsstoff. Je öfter das Wort genannt wurde, desto größer ist es dargestellt. Wer hat eigentliche was gesagt? Wieso Klimawandel und wie wichtig ist eigentlich die Zeit? Was machen wir mit unseren Visionen? Wo braucht es Transformation und wen können wir alles mit unserer Lebensfreude anstecken?

Mitten im Jahresthema innehalten, den Blick neu ausrichten, in den Austausch kommen und weiter denken.

Lasst euch anregen und schreibt uns in die Kommentare, welches Wort euch zum Jahresthema einfällt.

Warum nicht?

Bild